Samstag, 18. August 2018

Happy fiesta!

Ein wenig digital detox tut gut. Das habe ich in den letzten Wochen wirklich ausführlich getestet. Viel zu oft hat man das Smartphone in der Hand oder sitzt stundenlang am Computer. Stunde um Stunde vergeht, wenn man sich in den Weiten des www verliert, oder? Kennt ihr auch, nehme ich an.

Es ging mir tierisch auf den Keks, ständig ist man scheinbar beschäftigt und am Ende hat man überhaupt nichts getan. Ich wurde immer unzufriedener und gereizter, total schlimm. Also habe mir selbst eine Fastenkur verordnet. Das Internet am Smartphone nur noch einmal am Tag nutzen und dann auch nur die drei Blogs besuchen, die mir am wichtigsten sind. Den Computer habe ich ganz gemieden. Und siehe da - plötzlich hatte ich wieder Zeit. Und ich bin wieder viel ausgeglichener. Und die kreativen Ideen sprudelten auch wieder! Ich kann euch also wieder einige neu entstandene Dinge zeigen.

Den Anfang macht ein sommerlich-frischer Anhänger. Mein Teeny war auf einer Geburtstagsparty eingeladen und der Geburtstagsteeny wünschte sich Geld. Also gab es eine Packung leckerer Gummibärchen und daran hatte ich diesen Anhänger befestigt:

Angesagtes Kaktusdesign für einen Teeny.

Unten passten bequem die Geldscheine hinein.

Na, gefällt es euch?

Dienstag, 19. Juni 2018

Gent oder Brügge - welche Stadt lohnt mehr?


Ja, welche Stadt ist die sehenswertere? Gent? Oder doch das bekanntere Brügge?

Wir haben auf unserer Reise nach Belgien im März beiden Städten einen Besuch abgestattet. Bevor ich jedoch ein Fazit ziehe, möchte ich euch erst ein paar Bilder zeigen.

Beginnen wir mit Brügge:

Der Grote Markt in Brügge

Wir nähern uns durch Seitengassen vom Parkhaus her dem Groten Markt. Der Marktplatz ist - wie so oft - der Dreh- und Angelpunkt in Brügge. Hier starten die Kutschen für eine Fahrt durch Brügge, hier halten auch alle Busse und Taxis. Früher war das der Warenumschlagsplatz schlechthin: Hier wurde im Mittelalter Markt abgehalten - das bekannteste Handelszentrum des Landes. Belgien war berühmt für sein Tuch. 

Verfehlen kann man den Grote Markt übrigens nicht - man muss sich nur am Belfried orientieren, der dort steht. Mit 83 Metern Höhe ist es so gut wie ausgeschlossen, das man diesen übersieht.
In vielen Städten Belgiens gibt es einen Belfried, so auch in Gent. Dazu aber später mehr. In Brügge gibt es noch einen menschlichen Glockenspieler, der täglich die Glocken zum läuten bringt. In Gent geschieht das vollautomatisch.

Der Belfried romantisch vom Wasser aus
Brügges Belfried

Auf unserem Weg nach oben über die 366 Stufen des Turmes konnten wir einen Blick auf den Glockenspieler (Beiaardier genannt) werfen, der sich gerade warmgespielt hat.

Den schweißtreibenden Aufstieg hatten wir uns nach über 60 Minuten des Wartens auch redlich verdient. Es war sehr viel los - alle Besucher wollen einmal nach oben auf den Belford, wie er auf niederländisch heißt. Das wissen die Verantwortlichen natürlich und lassen sich den Eintritt teuer bezahlen. Die lange Wartezeit erklärt sich dadurch, dass immer nur 70 Personen gleichzeitig nach oben gelassen werden dürfen. Unten steht ein Drehkreuz, das da genau mitzählt. Mogeln unmöglich!

Die Aussicht entschädigt jedoch für Wartezeit und hohe
Eintrittspreise. Man, ist das schön hier!
Der Grote Markt liegt uns zu Füßen.


Auch der Rest der 360° Ansicht lässt keine Wünsche offen.

Am Marktplatz befinden sich auch noch unzählige weitere hübsche Gebäude. In einem davon ist auch ein sehr empfehlenswertes Museum untergebracht, das Historium. In einer wirklich gut gemachten Multimedia-Show wird man direkt in die Zeit des Malers Jan van Eyck mitgenommen. Und mitgenommen meint hier wörtlich mitten hinein. Das ist so real gemacht, dass z.B. vom Dach (Kunst)Schnee auf uns nach unten rieselt, als der Laufbursche durch das verschneite Brügge läuft. Die sitzenden Figuren bewegen sich, sodass man zweimal hinschauen muss, ob es nicht eine lebende Person ist. Wir waren begeistert und hätten noch stundenlang zusehen können. Der Multimedia-Show ist noch ein Museumsteil angeschlossen, bei dem man über den Audioguide selbst entscheiden kann, was man noch erfahren möchte oder nicht, außerdem ein Teil, in dem man ganz praktisch Dinge z.B. fühlen und riechen kann. 

Hier ist (unter anderem) das Historium untergebracht


Brügge hat unzählige Museen, die wir alle gerne noch angeschaut hätten, das Kunstmuseum hätte mich persönlich noch sehr interessiert. Doch die Zeit lief uns davon, wir wollten uns auch gerne noch ein wenig einfach treiben lassen, in dem ein oder anderen Laden stöbern und uns ein Bild von Brügge machen. So haben wir nur noch das Pommes-Museum besucht. Das hat uns nicht ganz so überzeugt, obwohl es auch gut gemacht war. Und ganz nebenbei hat das großen Fernweh-Futter-Kind seine Englisch-Kenntnisse anwenden können, denn die Erklärungen und das Kinderquiz gab es nur auf französisch, niederländisch und englisch. Auf Nachfrage bekommt man jedoch sofort gerne einen dicken Ordner ausgehändigt, in dem sämtliche Informationen auf deutsch stehen.

Aber wir wollten uns wie gesagt treiben lassen - was teilweise wörtlich gemeint ist, denn der Menschenstrom nahm uns einfach mit. Wir waren zweimal in Brügge, beim zweiten Mal war es jedoch so schlimm, dass ich zwischendurch den Kontakt zum kleinen Fernweh-Futter-Kind verloren habe, welches sich dann verängstigt in eine Hausecke drückte und fortan meine Hand nicht mehr gerne loslassen wollte. Also: Brügge brummt, sogar schon im März. Ich weiß nicht, ob es nicht im Sommer noch schlimmer ist. Aber sehenwert ist Brügge in jedem Fall!





Das war Brügge. 

Und nun zu Gent. Gent hat einen absolut toll gemachten, 67 Seiten dicken, Stadtführer (auch auf deutsch!) herausgebracht, den man kostenlos in der Touristeninformation erhält. Und auf dem Cover steht "Europas bestgehütetes Geheimnis". Das beschreibt in etwa das, was wir auch so empfunden haben. Nicht halb so viele Menschen aber nicht minder interessant. Die Gebäude sind ebenso bezaubernd wie in Brügge.

Gent hat einen sehr guten öffentlichen Nahverkehr, Busse, Straßenbahn und eine Hop-on-hop-of-Wasserstraßenbahn bringen hier jeden an sein Ziel. Wir parken in einer Tiefgarage ganz zentral mitten in Gent. 

Einen Marktplatz gibt es hier auch, dieser heißt hier Vrijdag Markt (dort parken wir). Dort wurde bereits im Mittelalter Markt abgehalten und auch heute finden sich dort Marktstände. Am Toreken, dem Türmchen an der Ecke des Vrijdag Markt, hängt noch heute die Marktglocke, mit der damals der Handel eröffnet wurde.

Die Marktglocke am Toreken hat sogar ein eigenes Dach.

Einen Belford gibt es, wie oben bereits erwähnt, ebenfalls. Er ist 95 Meter hoch und stammt aus dem 14. Jhd. Er gehört sogar zum Unesco-Weltkulturerbe. Ein großes Plus: ein Besuch kostet nicht mal die Hälfte vom Brügger Belfried und wir müssen überhaupt nicht warten. Keine Sekunde! Die Aussicht ist anders, aber nicht minder schön.

Der Belfried in Gent


und vom Genter Belfried nach unten
(erwähnte ich schon mal, das ich es liebe, von
oben herunter zu schauen?)

Gent hat eine Besonderheit, die wir uns unbedingt ansehen wollten: eine Wasserburg. Und zwar mitten in der Stadt! Vor der Wasserburg, die richtig Gravensteen, also Grafenburg heißt, ist aber gar kein Wasser. Dort führt eine Straße entlang. Aber hinter der Burg ist Wasser. Bootsfahrten werden - natürlich! - auch angeboten. Kurz entschlossen haben wir eine solche unternommen. Ein bisschen belustigt und verwundert haben wir dann im Boot gesessen und uns über 30 Minuten auf einem Stück von vielleicht 100 Metern hin und her bewegt. Eine Boots"fahrt" hatte ich irgendwie anders in Erinnerung. Irgendwie ging das sonst rundherum, wie zum Beispiel in den Niederlanden oder auch in Kroatien. Nun, bei 100 Metern in 30 Minuten hatten wir auch ausgiebig Zeit, alle Häuser ringsum zu bewundern. Dann ging es aber doch noch mal kurz weiter und zwar hinter besagte Grafenburg.


Die Grafenburg von vorne - hier ist die Straße
mit den Straßenbahnschienen.


Und so idyllisch erlebten wir die Grafenburg vom Boot aus.

Sie wirkt einschüchternd und genau das war auch ihr Zweck. Der Graf wollte seine Macht demonstrieren. Ist ihm gelungen, finde ich. Heute befindet sich unter anderem ein Foltermuseum in der Wasserburg, bei dem wir uns ordentlich gegruselt haben. Streckbank, Daumenschrauben, Eisenkragen etc. Und das gruseligste war für die Fernweh-Futter-Kinder der Sack an der Guillotine, in den die abgeschlagenen Köpfe rollten. Nicht das Fallbeil selbst, nein, vor dem Jutesack grauste es den beiden. Wegen der Köpfe, die gar nicht da waren. 

Wem das noch nicht genügt, der kann in dieser Kulisse sogar heiraten. Naja, jedem das seine, nicht wahr?

Die Grafenburg ist wirklich hübsch!


Was haben wir sonst noch von Gent gesehen? Wunderschöne Häuser, zum Beispiel.


Wie aus der Zeit gefallen, oder?

Das NTGent, das Königliche Niederländische Theater


Manche Dachgiebel lohnen einen längeren Blick.

Auch hier ließen wir uns treiben, wenn auch nicht so ausführlich wie sonst. Das kleinere Fernweh-Futter-Kind war am Abend vorher umgeknickt und hatte einen dicken Knöchel. Alle Bandagen nutzten nichts und zum tragen ist sie einfach mittlerweile zu schwer. So humpelte sie durch die Straßen und wir wollten sie bzw. den Fuß nicht überstrapazieren. Wundersamerweise war er abends am Strand wieder vollkommen in Ordnung... "Stadtallergie", diagnostizierte das große Fernweh-Futter-Kind.


So, und was ist nun? Gent oder Brügge?

Der Fernweh-Futter-Mann sagt folgendes:


Das große Fernweh-Futter-Kind meint: "Die Museen in Brügge waren toll. Und die Grafenburg in Gent." - Also ein wenig Rosinen-Picken aus beiden Städten.

Das kleinere Fernweh-Futter-Kind zuckt die Schultern und teilt mit: "da muss ich erst mal in Ruhe drüber nachdenken." Geschwärmt hat sie im Nachhinein von den beiden Belfrieden. Sie schaut gerne runter, wie ich.

Und ich? Ich finde, wer Menschenmengen nicht mag, fährt nach Gent. Wer gerne lange Schlangen mag und viel Eintritt zahlen möchte, der fährt nach Brügge.

Nein, im Ernst: beide Städte haben ihre Vorzüge, Brügge ist voller Leben und sehr trubelig, Gent ist auch lebendig, aber nicht so aufdringlich. Von den Straßenzügen nehmen sich beide nichts und man kann in beiden Städten tolle Dinge erleben, viel mehr, als den kurzen Überblick, den ich euch hier gebe. Wenn ich wählen müsste, würde ich vielleicht aufgrund der Menschenmassen Gent den Vorzug geben.

Also - am besten seht ihr euch beide Städte an und bildet euch ein eigenes Urteil!

In diesem Sinne: bleibt reisend!

Die Touristenboote jedenfalls sind in beiden Städten
auf jedes Wetter eingestellt.

Hinweis: Diese Reise/dieser Ausflug wurde von mir komplett selbst bezahlt, ich gehe grundsätzlich keine Kooperationen ein. Ich berichte einfach so von Ausflügen oder Reisen, die wir unternommen haben, einfach, weil es mir Spaß macht - ganz ohne das ich dafür bezahlt werde. Der Bericht ist meine eigene Meinung, die durch nichts beeinflusst wurde. Und ob ihr das ganze als "Werbung" einstufen wollt, dürft ihr ganz alleine entscheiden!

Donnerstag, 7. Juni 2018

Mai-Abenteuer und Fernwehfutter im Sommer

Der Mai war grandios! Und der Sommer wird es auch!

Viele aufregende Dinge sind in den letzten Wochen geschehen, so viel habe ich unternommen, erlebt und gesehen. Wunderbare Dinge! So war ich in Stuttgart auf einer sehr großen Tagung (nicht dienstlich, sondern für's Ehrenamt). Mit vielen neuen Ideen und Eindrücken bin ich nach Hause zurückgekehrt.

Zusammen mit meinem Chor haben wir bei einem Wettstreit in Bad Camberg ein Gold-Diplom geholt, so gut war unser Vortrag. Ich bin total stolz darauf!

Ein ganzes Wochenende habe ich (als eine der Betreuerinnen) mit einer Kinder-Gruppe das Hessische Landeskinderturnfest besucht. Das Turnfest war ein echtes Erlebnis mit vielen sportlichen Mitmach-Angeboten und grandiosen Shows. Zwei Nächte haben wir mit der Gruppe dafür in einer Schule geschlafen und bin dort vielen alten Erinnerungen begegnet, denn es war meine alte Schule, die sich kaum verändert hat in den letzten 20 Jahren.


auf einem Spaziergang in unserem Dorf


Ein Darts-Turnier mit vielen Stars der Darts-Szene haben der Fernwehfutter-Mann und ich in Frankfurt auch noch angesehen, was wir beide total gerne mögen.
Zusammen mit dem großen Fernwehfutter-Kind und Freunden habe ich den tollsten Bauchredner, den Deutschland zu bieten hat, besucht und mich prächtig amüsiert.


Butterblumen auf einem Spaziergang

Und wenn ich den offen vor mir liegenden Sommer so betrachte, gehen diese grandiosen Ereignisse tatsächlich so weiter!

So winkt unser Sommer-Roadtrip schon aufgeregt mit beiden Armen. Folgende Route wird es diesmal werden: Österreich-Slowenien-Italien-Allgäu. Wir werden knapp drei Wochen unterwegs sein. Wenn alles läuft, wie wir es uns vorstellen, werden wir Ljubljana sehen, ganz viel im Meer baden, das Schloss Neuschwanstein besuchen, die Füße (und mehr?) im Sand vergraben, tief unter die Erde gehen (und sogar fahren), Eis essen, bis uns der Bauch weh tut, in Venedig am Canale Grande "Oh sole mio" singen und mit tausend neuen Eindrücken, zerzaustem Haar, ein bisschen muffeligen Klamotten und glücklichem Grinsen im Gesicht nach Hause zurück kehren.


im nahegelegenen Schlosspark


Wir werden versuchen, danach noch ein Wochenende campen zu gehen und das Zelt auch noch mehrmals im Garten aufzustellen. Da hat es dieses Jahr übrigens schon zweimal gestanden, und es fühlt sich an wie Urlaub, obwohl man im Garten direkt am Haus schläft. Probiert das ruhig selbst mal aus!


in unserem Garten zu Hause


Wir wollen zum großen Treffen der Weltrekord-Picknicker gehen, zu denen wir ja auch gehören (der Rekord ist nach wie vor ungebrochen, worüber ich mich riesig freue!). Und ich möchte noch einige Male in den nahe gelegenen Schlosspark fahren um dort Wikingerschach zu spielen. Denn das haben wir am letzten Feiertag getan und es hat Spaß gemacht, in der schönen Kulisse zu picknicken und zu spielen.


das Schloss im Schlosspark

Ich möchte endlich das Mini-Album unseres Limburg-Trips anfangen. Die ausgedruckten Fotos liegen schon längst hier, doch ich komme einfach nicht dazu, ein Album zu bauen. Dafür habe ich aber die Reisetagebücher für die Fernwehfutter-Kinder und mich gemacht, das ist ja auch schon mal was!


ein Spaziergang im nahen Feld

Sooft es geht, möchte ich picknicken gehen! Und auf meinem Lieblingsplatz im Garten meine Zeit sinnvoll verträumen. Am Teich im Garten den Fischen, Molchen, Schmetterlingen und Fröschen zusehen. Und den Libellen!

eine der Libellen in unserem Garten

So. Nun wisst ihr, was bei mir so los war und ist. Eine ganze Menge, finde ich. Und vielleicht schaffe ich es ja noch vor dem Sommer-Trip, den Bericht über Gent und Brügge zu schreiben...

Und eure Pläne für den Sommer? Was wollt ihr alles unternehmen?

Dienstag, 22. Mai 2018

Belgiens Küste

Kurz vor Ostern, Ende März 2018, haben wir eine Woche in Belgien verbracht. Allen folgenden Berichten möchte ich vorausschicken, dass ich irgendwie mit Belgien nicht so ganz 100 % warm geworden bin. Doch das war nur mein persönliches Empfinden - dem Rest der Fernweh-Futter-Bande hat Belgien gut gefallen. Und ich will auch nicht sagen, dass es mir gar nicht gefallen hat, denn wir haben wirklich tolle Ausflüge gemacht und sehr hübsche Orte entdeckt. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was mir gefehlt hat, denn es war alles da. Oder was ich erwartet habe, denn ich versuche, ohne Erwartungen aber mit großer Neugier in ein neues Land zu fahren. Es mag vielleicht ein wenig an den Temperaturen gelegen haben, denn es war nicht ganz so warm und vor allem hat es jeden Tag geregnet. Das macht eine Reise doch etwas beschwerlicher, finde ich. Dafür kann aber Belgien nichts! Vielleicht lag es auch an dem für mich so harten, langen Winter, in dem ich so viele Wochen krank war, die mir einfach noch in den Knochen steckten.

What ever - ich hoffe, meine Berichte machen euch trotzdem Lust darauf, Belgien zu entdecken!

Unser Quartier lag an der Küste, darum werde ich auch zuerst von der Küste berichten. Was wir von der 65 km langen Küste gesehen haben, war zum einen ein sehr breiter, sehr sauberer feiner Sandstrand. Viele, viele verschiedenen Muschelarten. So viele haben wir noch an keinem anderen Strand gefunden. Ende März war wenig los, außerdem war auf dem breiten Strand viel Platz für alle. Das war das Positive.

An der Strandpromenade reihen sich jedoch Kilometer um Kilometer die Bausünden aneinander. Solche Massen an hässlichen, in die Jahre gekommenen, heruntergekommenen, leerstehenden Bettenburgen - nein, das gefällt mir nicht. Das ist das Negative.

Täglich konnten wir die Fischkutter beobachten, wenn sie am
Nachmittag von ihrer Tour zurück kamen und langsam die
Fangnetze einholten. Umschwärmt von Möwen...

Der Leuchtturm von Oostende

Wunderschön. Wie friedlich es hier am frühen Morgen ist.

Kunst ist hier allgegenwärtig. Man versucht, damit den Küsten-
streifen aufzupeppen. Ob das gelingt, muss jeder selbst entscheiden.
Wir fanden die "Blechdosen" ganz witzig.

Muscheln aller Arten. Und (hier in der Mitte) winzige Seeigel-Hüllen!
Wir haben ganz viele davon gesammelt. Sie sind teilweise kleiner
als der Nagel meines kleinen Fingers.


Die Fernweh-Futter-Kinder lieben den breiten Sandstrand.
Ihr seht: nichts los, wunderbar viel Platz und sauber ist es auch.
Ja, wenn da nicht die Häuser links wären, wäre es hier wirklich hübsch.



Einen Ort haben wir jedoch gefunden, der ganz anders war. Keine Bettenburgen. Dafür sehr charmante, hübsche Häuschen. Leider hat uns der Regen voll erwischt, als wir da waren, deshalb sind die Bilder auch ein wenig trist geworden. De Haan an Zee heißt der hübsche Küstenort. Durch den Ort führt ein 3 km langer Spazierweg, der an den hübschesten Gebäuden vorbei führt. Durch den Regen, der immer heftiger wurde und uns schließlich auch von allen Seiten entgegen peitschte, haben wir nur ein kurzes Stück dieses Wegs zurückgelegt. Danach sind wir zum Auto geflüchtet und haben uns in unsere gemütliche Ferienwohnung zurückgezogen.


Hübsche Villen wohin das Auge reicht.

Das ist der Bahnhof. Da erwartet man fast, dass die Cowboys heraus
kommen. Sieht für mich aus wie ein Saloon. Und eine Dampflok
wäre wohl auch angemessen.

Rotkäppchen und der Wolf sind über dem Türsturz zu sehen.
So niedlich diese Häuser!


Ist das nicht hübsch? "Welkom" steht darauf
- Gerne hätte ich mich hier einquartiert!

Der Spielwarenladen hatte geöffnet und bot für
einen Moment einen willkommenen Unterschlupf.

Hier sind die Osterglocken schon in voller Pracht zu sehen, während sie
zu Hause gerade zaghaft die Köpfe aus der Erde strecken.
Wie gerne hätte ich in diesem Park verweilt!
Damit ihr das mit dem Regen auch glaubt. Das ist unser Auto, in
dem die Fernweh-Futter-Bande wartet, bis ich...

... dieses Foto hier gemacht habe. Hätte ich
mir bei dem regengrau eigentlich auch sparen
können. Für ein bisschen Farbe habe ich wenigstens
den Schirm mit drauf genommen.
Wie schade, dass wir nur eine Woche hier waren. De Haan an Zee hätten wir so gerne noch einmal bei Sonneschein besucht. Dieser Ort ist genau das Richtige für uns gewesen!

In Kürze geht es weiter mit einem Bericht über Brügge und Gent - welche ist nun die schönere der beiden Städte?

Bleibt reisend!


Hinweis: Diese Reise/dieser Ausflug wurde von mir komplett selbst bezahlt, ich gehe grundsätzlich keine Kooperationen ein. Ich berichte einfach so von Ausflügen oder Reisen, die wir unternommen haben, einfach, weil es mir Spaß macht - ganz ohne das ich dafür bezahlt werde. Der Bericht ist meine eigene Meinung, die durch nichts beeinflusst wurde. Und ob ihr das ganze als "Werbung" einstufen wollt, dürft ihr ganz alleine entscheiden!

Sonntag, 20. Mai 2018

eine blaue Kaktus-Karte

Karten mit Sechsecken finde ich im Moment irgendwie total schick, auch wenn der eigentliche Trend dazu schon einige Zeit vorbei ist. Aber was soll's: geometrische Muster sind doch zeitlos, oder?


Um das ganze Bild etwas aufzupeppen und rustikaler
zu gestalten, habe ich oben und unten
noch ein paar Tackerklammern "eingebaut".


Und fertig ist ein schnelles Kärtchen. Mal sehen, wer es bekommt - im Moment hat es noch keinen Abnehmer. Deshalb hat es auch keinen Text, dann passt es zu allem oder aber ich kann den Text im Fall eines Falles noch spontan auf den Anlass anpassen.

Genießt das Pfingstwetter! Wir verbingen Pfingsten in der Wohnung - Mandelentzündung bei den Kindern.