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Dienstag, 16. Januar 2018

Bayerischer Wald im Winter

Was kann man im Bayerischen Wald in einer sehr trüben und verregneten Woche im Winter machen? Wir haben ein paar Tipps für euch mitgebracht, denn wir waren jetzt gerade erst über Silvester dort.

Und was man dort machen kann, wenn es jeden Tag regnet, das will ich euch hier ein bisschen zeigen.


1. Ein Glasdorf besuchen

Das ist im Bayerischen Wald nun wirklich das Leichteste, denn im Bayerischen Wald ist die Kunst des Glasmachens seit dem 14. Jahrhundert beheimatet. Holz als Energiequelle gab es nun wirklich überall. Das Quarz als Hauptrohstoff war ebenfalls reichlich vorhanden und Pottasche gewann man aus Buchenholz. Nur Kalk, ein wenig Ton für die Öfen und geringe Mengen an verschiedenen Erden für farbiges Glas mussten importiert werden. Anfangs gab es "Wanderhütten", die ihren Standort immer wieder verlegten, je nach Verbrauch des umliegenden Waldes. Heute gibt es eine "Glasstraße", an der unzählige Glashütten und ganze "Glasdörfer" liegen. Wir haben zwei Glasdörfer besucht und können beide uneingeschränkt empfehlen.

Das Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck hat einen richtig schönen Garten mit großem Spielplatz und Tiergehegen, außerdem mehrere Läden in denen Glas verkauft wird und eine Glashütte. Dort kann man zwei Glasmachern zusehen, wie sie kleine Figuren oder auch mundgeblasene Gegenstände herstellen. Wir waren hier vor vielen Jahren schon mehrmals und waren sehr amüsiert darüber, dass es immer noch die gleichen Herren in den gleichen Klamotten sind, die die gleichen Gegenstände herstellen. Es ist doch auch beruhigend, dass sich manches nie ändert, oder? Wir haben gerne wieder zugesehen!

Frösche auf Partnersuche, total witzig!
Unter jedem Frosch steht eine "Anzeige", die das Wesen
des Froschs kurz beschreibt. Eine sehr lustige Idee!

Hier stand drunter:
"Er, elegant, gepflegt, häuslich ist auf der Suche nach Dir!
Wie wäre es mit einem Dinner zu zweit, ich habe
immer* Zeit für dich, meine Lady?

*Am 20. Sept. habe ich schon was vor: Muss die Hecke
schneinde, steht im Gartenkalender

(Eric, 43)
Die Glaskunst im Garten wechselt aber ständig, hier kam uns (bis auf
die Krokodile am Wasser) nichts mehr bekannt vor.
Hübsch, oder?


Das Glasdorf Joska in Bodenmais ist auch sehr nett, hier gibt es die Läden alle unter einem Dach, gerade bei Regenwetter eine feine Sache. Ein Café gibt es auch und im Außenbereich noch winterliches Ambiente mit Eisschollen auf denen Eisbären und Pinguine aus Plüsch und ein Thron die Kids erfreuen.

Die Außenfassade hängt von oben bis unten voller Glaskugeln
Sieht toll aus!


Mit den Glaskugeln kann man richtige Bilder zaubern.

Eine Runde im Rentierschlitten
habe ich auch gedreht...


2. ein Science-Center besuchen

In St. Englmar gibt es das "Bayerwald Xperium" mit wunderbaren Exponaten zum ausprobieren, experimentieren, hören, sehen und staunen. Es ist ein bisschen ähnlich wie unser Lieblingsmuseum "Mathematikum", aber es gab auch noch uns unbekannte Ausstellungsstücke. Das Mitmachmuseum ist nach Themenbereichen aufgeteilt. Es gibt "Experimentierstationen" zum Thema Akustik, Optik, Wasser, Technik und viele mehr. Wir haben einen absolut vergnüglichen Nachmittag dort verbracht und würden das Bayerwald Xperium auch bei schönem Wetter absolut empfehlen!

optische Phänomene

Uff. Nun wird mein Kopf auf
dem Silbertablett serviert....

Farbexperimente auf riesigen Seifenblasen



3. nach Furth im Wald fahren

Ein ganz besonderes Erlebnismuseum auf und in einem 1900 errichteten Industriegelände und  -gebäude ist die "Erlebniswelt Flederwisch". Wir waren hier schon viele Male und sind jedes Mal wieder begeistert. Man kann Flederwisch mit nichts vergleichen und kaum beschreiben. Der Garten ist ein einzigartiges Sammelsurium an kuriosen und geheimnisvollen Dingen. In den warmen Monaten können die Kinder Goldwaschen, Edelsteine schürfen, Armbrust schießen und Papier schöpfen, außerdem hat dann das Café "Zum Goldenen Dampfkessel" geöffnet. In den Gebäuden gibt es eine alte Buchdruckmaschine, eine "Transmissionsmaschine", eine gigantisch große Dampfmaschine und so vieles mehr. Wir haben auch mehrfach schon an einer Führung teilgenommen, die immer wieder total klasse ist. Alle sind gefordert mitzumachen. Diesmal hat unsere Tochter beim Schmieden geholfen und ist noch Stunden später mit ruß geschwärzten Wangen herumgelaufen. Ein Herzens-Ort durch und durch!

Im Gästebuch der Erlebniswelt Flederwisch ist zu lesen "Hier wird der Vergangenheit eine Zukunft gegeben" und dem kann ich nur zustimmen. Eine so lebendige Vergangenheit habe ich selten gesehen. Wenn ihr im Bayerischen Wald seid - UNBEDINGT MACHEN!!!!

Papier schöpfen wie in alten Zeiten. Die fertigen Büchlein
gibt es dann im Shop zu kaufen. Ich nenne nun eins mein
Eigen und hüte es wie einen Schatz.

Die Dampfmaschine ist riesig und es hat viele LKW gebraucht
um die Maschine in Einzelteilen in die Fabrikhalle zu bringen.
im Garten gibt es wundervolle Dinge
zu entdecken


4. Trotzdem raus gehen!

Geht trotzdem raus! Es lohnt sich!


In Furth i. W. gibt es außerdem den "Wildgarten" mit Unterwasserstation. Noch so ein Herzens-Ort, den wir allerdings jetzt zum ersten Mal besucht haben. Im Sommer muss es hier herrlich sein. So viel Picknick können wir gar nicht mitnehmen, wie wie Picknickplätze entdeckt haben! Einer schöner als der andere. Doch auch jetzt im tristen, grauen und nassen Januar hat der Garten uns sofort in seinen Bann gezogen. Alles ist aus Naturmaterial gebaut und zwar so, wie es eben gewachsen ist. Da ist nicht begradigt, es wird eben so eingefügt, wie es passt. Das Ergebnis ist ein absolut verwunschener, in sich stimmiger Garten. 

Es gibt ein Labyrinth, in dem Verlaufen aber nicht so einfach ist. Plötzlich muss man leise weitergehen - das grasende Mammut soll doch bitte nicht gestört werden. Ein ganz mystischen Weg führt an sehr düsteren Gestalten vorbei.

Uhhh... Gruselig!

Am allerschönsten fanden wir den Feenbaum, der bis in die Spitze begehbar ist.

Der Feenbaum. Ja, glaubt es ruhig, er ist
begehbar und zwar ganz bequem.

zum Feenbaum führt eine Brücke über den Bach


Als Alternative können wir euch den kurzen Wanderweg rund um den Großen Pfahl bei Viechtach empfehlen. Ca. 3 km lang zieht sich der Weg rund um einen Steinbruch durch den Wald bis zum Großen Pfahl, einer Quarzsteinformation. 

Ja, der Wurzelsteig ist bei Regen teilweise rutschig, das
muss ich zugeben. Trotzdem tut eine Runde durch den Wald gut.

Der Große Pfahl
Danach könnt ihr das Kristallmuseum Viechtach besuchen, wenn ihr Spaß an hübschen Steinen und Mineralien habt. 



5. Einen Spaziergang durch einen hübschen Ort machen

Da bietet sich zum Beispiel die Stadt Bad Kötzting an. Mittelpunkt der Stadt ist die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die inmitten einer Wehranlage mit äußerer Ringmauer, einem Graben und einem inneren Befestigungsring liegt. 

Das ist die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit der Ringmauer

Durch die Stadt gibt es bis zum 6. Januar eine Art "Krippenweg". Einen Krippenweg laufen wir immer an Silvester, das ist uns in den letzten Jahren irgendwie zur Tradition geworden. Also haben wir dieses Mal den Krippenweg in Bad Kötzting ausprobiert. Die Krippen finden sich in den Schaufenstern der zahlreichen Geschäfte. So lässt sich der Krippenweg auch mit dem ein oder anderen Shopping-Erlebnis verbinden - wenn nicht Silvester wie in 2017 auf einen Sonntag fällt. Wir konnten uns also ganz auf die Krippen konzentrieren. In oben erwähnter Kirche gibt es gleich zwei recht große Krippenszenen.

eine Krippe in einem großen Kürbis

Doch die schönste und größte Krippe ist eine begehbare Krippe ein Stück weiter auf einem großen Platz. Dort haben wir heißen Tee und leckere Plätzchen gepicknickt.
Die große, begehbaren Krippe. Toll, oder?
die Plätze sind kurz nach Weihnachten noch
stimmungsvoll beleuchtet

6. eine Burgruine besuchen

Zieht euch warm an, der Wind pfeift hier oben! Wir haben uns die Burgruine Runding angesehen. Und konnten es kaum glauben - die Sonne kam sogar raus und es hat einmal für eine Stunde NICHT geregnet! Mit Tee und Gebäck könnt ihr hier bestimmt eine Ecke finden, in der ihr euch aufwärmen könnt, es gibt auch einen überdachten Turm.



Die Lage ist wie so oft bei einer Burg kaum zu überbieten

7. Lasst euch die Laune einfach nicht verderben, egal was für ein Wetter ist!


Habt ihr noch andere Tipps für den Bayerischen Wald? Es gibt bestimmt noch viel mehr zu entdecken...

Sonntag, 14. Januar 2018

Büdingen - ein Kleinod mitten in Hessen

Es gibt solche Dinge, die liegen eigentlich in Reichweite und doch macht man sie nie. Oder Orte, die man doch nie besucht. Kennt ihr das? Meine Große war vor mittlerweile 3 Jahren auf Klassenfahrt in Büdingen und seitdem liegt sie uns in den Ohren, weil sie uns diese Stadt auch einmal zeigen möchte. Sie schwärmt immer wieder in den höchsten Tönen davon. Deshalb hatten wir uns etwas ausgedacht: Zum Geburtstag hat sie von uns ein Wochenende in Büdingen geschenkt bekommen. Mit Übernachtung in der Jugendherberge wie "damals" auf Klassenfahrt. Einen Tag in Büdingen und dann am Folgetag auf ihre allerliebste Burg, die Ronneburg.

Sie hat sich riesig gefreut und Ende Oktober waren wir dann für ein Wochenende in Büdingen. Die Stadt Büdingen hat sich für Kinder etwas besonderes ausgedacht: Eine Stadtrallye. Ein bunter, ansprechender Fragebogen, der spielerisch durch die Stadt lotst. Man sieht alles, erfährt einiges und doch ist es auch für Kinder spannend und interessant. Und wenn man alles richtig ausgefüllt hat, bekommt man am Ende in der Touristeninformation noch eine nette Überraschung geschenkt. Tolle Idee und sehr nett umgesetzt. Wir haben es ausprobiert!

Wir kommen an allen Sehenswürdigkeiten (und manch frechen Gesellen) vorbei, die Kids meckern nicht ein einziges Mal, weil sie durch die Stadt laufen müssen und interessante Dinge erfährt man ganz nebenbei.

nette Details an allen Orten, wenn man genau hinschaut

der "Rathausstuhl" ist riesig und läd zum
klettern ein, was auch gerne genutzt wurde
(von den Kindern, nicht von mir)


Kalt war es, das sieht man hier, die Kinder
haben sogar die Handschuhe an
Sind das nicht hübsche Fachwerkgassen?


Wir kommen auch an der Kirche vorbei, bei der uns die Große (sie ist die Expertin, sie war ja schon hier) die Schaberillen in den Mauern zeigt. So tiefe Schaberillen habe ich noch nie gesehen. Es gibt sie im Eingangsbereich aller Burgmauern und manchmal auch an Kirchen. Angeblich stammen sie von Kräuterfrauen oder - was wahrscheinlicher ist, zumindest bei den Burgen - von Rittern, die ihre friedliche Absicht zeigten, indem sie ihr Schwert an der Mauer stumpf machten.

Schaut doch mal, wie tief diese Rillen sind. Wahnsinn, oder?

Eine Elle ist auch an der Wand angebracht. Ich wäre daran
vorbei gelaufen, aber zum Glück hatten wir ja die Expertin
dabei! Diese Elle ist unglaublich lang, das kleine Fernweh-
Futterkind braucht beide Arme und das ist noch nicht lang
genug. Muss ein ellenlanger Arm gewesen sein 😉

Die Tour führt uns am Hexenturm vorbei in den Graben der Stadtmauer hinunter. Hier gibt es wunderbare Plätze zum Picknicken. Wir werden im Frühjahr wiederkommen mit einem leckeren Picknick im Gepäck. Das haben wir uns fest vorgenommen!

im Graben rund im die Stadtmauer mit Sicht auf das
Jerusalem-Tor

Durch das Jerusalem-Tor geht es wieder in den alten Stadtkern hinein. Das Tor von 1503 bildete damals den Abschluss der neuen Stadtmauer. Ursprünglich gab es an dieser Stelle eine Zugbrücke, die sich über den Wassergraben spannte, durch den wir gerade noch gelaufen waren. 

Das Jerusalem-Tor hat sogar Wasserspeier aufzuweisen:

Wasserspeier in Büdingen

Heute beinhaltet das Untertor, wie es auch genannt wird, das Büdinger Sandrosenmuseum, das wir uns auch angeschaut haben. Es ist klein aber wirklich sehenswert, wenn man Mineralien mag. Der Betreiber kann hunderte Geschichten zur Entstehung der Sandrosen und Mineralien erzählen, zum Vorkommen in der Wetterau und was es dort noch alles für geologische Besonderheiten gibt. Wir haben ihm lange gelauscht.

Das Sandrosenmuseum von Büdingen.
Die Sandrosen durfte man leider nicht
fotografieren, daher gibt es nur Bilder von
außen, wo es Sandsteine zu sehen gibt

Wir unterbrechen unsere Tour für ein leckeres Mittagessen beim Griechen vis-a-vis dem Jerusalem-Tor. Frisch gestärkt können wir 1 1/2 Stunden später die Tour beenden.


Im Schlosshof dachte ich, mich trifft der Schlag. Dort steht doch
tatsächlich eine Pyramideneiche!!
Ich bin fasziniert vom Wuchs dieser Riesen.

Überall in der Stadt trifft man auf Frösche aller Größen und Farben. Der Hintergrund ist eine Sage, die die Büdinger im Umkreis als die "Beuringer Frääsch" (Büdinger Frösche) bekannt machte und auf die die Büdinger scheinbar bis heute noch stolz sind. Gebt in die Suchmaschine eures Vertrauens "Büdinger Frösche" ein, dann könnt ihr die Sage nachlesen, wenn ihr mögt!
 
ein "Büdinger Frosch"
mit internationalen Interessen

Nach einer kurzen Ruhepause in der Jugendherberge haben wir abends dann noch die Nachtwächterführung mitgemacht. Diese ist nicht speziell für Kinder gedacht, aber doch kindergeeignet. Unsere beiden fanden es jedenfalls toll. Und wir Erwachsenen auch.

Mittelalterliche Gassen im Abendlicht

"Hört ihr Leut und lasst euch sagen..."
Das ist die Laterne des Nachtwächters.
Das Lied, das er zum gereichten Schnäpschen zum Besten
gab, hat bei uns Eindruck hinterlassen. Irgendeiner stimmt
es immer mal wieder an. "Prost, Prost, Prösterchen..."

Das Jerusalem-Tor bei Nacht


Und wenn ihr nun noch mehr von Büdingen lesen möchtet, dann springt doch mal zu meiner lieben Bloggerkollegin Sina rüber, sie war kürzlich auch mit ihrer Familie dort unterwegs und hat einen sehr lesenswerten Bericht darüber geschrieben!

Wir jedenfalls können nun sehr gut verstehen, warum unsere Tochter seit drei Jahren von Büdingen schwärmt und werden ganz sicher wieder kommen!


Freitag, 29. Dezember 2017

wandern im grauen Dezembernebel

Die Rauhnächte sind in vollem Gange, Geister treiben angeblich ihr Unwesen in diesen magischen Nächten. Ich selbst kann damit nicht viel anfangen - hier in Hessen haben die Rauhnächte keine große Bedeutung.

Aber die Tage können auch in Hessen im Moment sehr mystisch sein, wie ich bei einem kleinen Spaziergang feststellte. Dafür habe ich noch nicht einmal meine Straße verlassen müssen. Kurz hinter den letzten Häusern, nur wenige Meter von meinem Zuhause entfernt liegt weites Feld vor mir. Als erstes komme ich zu einem meiner Lieblingswege. Er ist kurz aber irgendwas an diesem Weg zieht mich immer wieder magisch an. Meinen Kindern geht es genauso. Entscheidet selbst, ob ich die Mystik eines Dezembertages einfangen konnte.













Die Tropfen funkeln trotzdem. Licht und Glanz im Nebel - wenn man nur genau hinschaut.

Geht trotzdem raus - es lohnt sich.

Samstag, 23. Dezember 2017

Weihnachten

Und nun ist es tatsächlich Weihnachten geworden. Der Baum steht wohl schon in vielen Wohnzimmer, das Festtagsmenu ist gekauft und vorbereitet, die Krippenspiel-Kinder sind aufgeregt wie nur was (ich muss das wissen, ich habe zwei davon hier sitzen plus mich als eine der beiden Verantwortlichen...) und der Advent geht auf seinen Höhepunkt zu: die Ankunft Jesu ist nah, Weihnachten ist nah.

Ein paar Bilder dazu habe ich euch mitgebracht, von Reisen, von kleinen Abenteuern in der Nähe und ganz persönliches. Aber seht und lest selbst. Die Weihnachtsgeschichte - mit persönlichen Bildern.



"Und der Engel kam zu ihr [Maria] hinein und sprach: Sei gegrüßt du Begnadete! Der Herr ist mit dir! [...]
Siehe du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben."

Engelsflügel als Symbol für den Boten Gottes,
der zu Maria kommt und ihr diese Botschaft bringt.
Hier auf einem Krippenweg in Hessen


"Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. [...] Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auch auf Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem [...] damit er sich schätzen ließe mit Maria seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge..."


Es muss ein einfacher Stall gewesen sein, vielleicht wie diese Hütte
hier, in Kössen, Tirol auf einem Spielplatz



oder es war eine Hütte wie diese, einfach, aber sie bietet Schutz
vor Wind und Regen und gibt einen Rückzugsort, so auch hier in den
Bergen rund um Schladming bei Nebel.



und im Stall: die heilige Familie
hier wieder auf einem Krippenweg,
Silvester 2014
Ochse und Esel sollen im Stall gewesen sein,
so ist die Vorstellung heute. Auch in Mainz auf dem
Weihnachtsmarkt schauen beide zum Stall raus

Der Esel hat vielleicht sogar schon die schwangere Maria nach
Bethlehem getragen! Dieser hier steht in Agüimes, Gran Canaria
und trägt jeden Tag viele verschiedene Menschen, meist Kinder.




"Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde."

Damals waren die Schafe auf dem Feld mit ihren Hirten.
Hier sind es Deichschafe bei Pilsum - leider ohne Hirten


Ob damals auch ein kleines Schäfchen wie bei der
Krippenszene in Metz, Frankreich dabei war?



"Und der Engel des Herrn trat zu ihnen [den Hirten], und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr [...]

Und alsbald waren da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."


Engel treffen wir immer mal wieder, z. B. in Form einer Figur am Wegesrand. Und da von Heerscharen die Rede ist, gibt es hier auch eine "Schar" davon:
von Kinderhand getöpfert auf einem Krippenweg entdeckt

eine moderne Skulptur und doch als
Engel zu erkennen. In Luxemburg-Stadt.


ebenfalls auf einem Krippenweg entdeckt,
bei unserem Silvesterritual: Krippenwegwanderung!

von Kinderhand kreiert, in Worms
im Dom entdeckt

Engel auf der Krippe in der Kathedrale
in Metz, Frankreich

Elsass, Walfahrtskirche Dusenbach




ein Schnee-Engel in unserem Garten 😊



"Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen."





"Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König [...] ?"


Könige haben Kronen - bis auf Jesus, der kam ohne Krone
und ganz klein als Mensch auf diese Welt
Diese Krone hier befindet sich in Luxemburg am Palast des Großherzogs

Die Weisen aus dem Morgenland können auch das
Schild einer Gaststätte sein wie hier in Ribeauvillé im Elsass

Vermutlich waren die Könige mit Kamelen unterwegs, so werden
sie immer dargestellt. Dieses hier ist aus Bronze und ruht sich
in Agüimes, Gran Canaria aus

und die ganze Krippenszene auf einen Blick
in der Kathedrale in Metz, Frankreich

Da war ganz schön was los! Alle sind da: Tiere und Menschen
um den neugeborenen Jesus zu sehen.


unsere Weihnachtskarte in diesem Jahr:
die frohe Botschaft schlicht und einfach,
aber nicht weniger aussagekräftig!

Und das ist - zusammengekürzt - die Geschichte, warum wir jedes Jahr wieder dieses Fest feiern. Und sooft ich auch die Bibel lese und blättere - von Geschenkewahnsinn und Konsumrausch kann ich irgendwie gar nichts entdecken. Da ist nur von "großer Freude" die Rede und von ganz, ganz viel Liebe und Fürsorge.

Deshalb: habt wunderbare Tage im Kreise der Menschen, die euch am wichtigsten sind. Genießt die Zeit zusammen, schnell kann sich das z. B. durch Krankheit (ver)ändern. Gesundheit ist nicht selbstverständlich und ich bin sehr dankbar, dass zumindest jetzt vor Weihnachten alle Hürden genommen sind, die uns dieses Jahr in den Weg gestellt waren und überwunden werden mussten.

Und vielleicht sagt ihr den Menschen, die euch am wichtigsten sind einfach mal wieder, dass und warum sie so wichtig für euch sind? Das wäre doch ein schönes Geschenk zu Weihnachten.



Die Zitate stammen übrigens allesamt aus der Bibel (Luther-Übersetzung), das meiste aus Lukas 1 und 2, die Könige findet ihr in Matthäus 2.