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Mittwoch, 19. Juli 2017

Geburtstags-Flieger

Mein Paps hatte kürzlich Geburtstag - da musste natürlich auch eine Karte her. Ich habe meine neuen Aquarellfarben ausprobiert, Metallic-Aquarellfarben. Genial! Es macht total Spaß, mit ihnen zu malen.




Ich habe noch ein bisschen was ausprobiert mit Aquarellfarben, das zeige ich euch in Kürze...

Samstag, 15. Juli 2017

Ja!

Na, seid ihr auch Ja-Sager? Immer positiv eingestellt? Oder Ja-Sager im Sinne von "ich sage Ja zu meinem Partner"?

Denn darum geht es heute. Ich selber habe vor vielen Jahre schon "Ja" gesagt und denke immer noch gerne an unsere Hochzeit zurück. Es waren aufregende und wunderschöne Stunden.

Ich habe heute mal wieder etwas kreatives für euch, da habe ich lange nichts gezeigt. Es ist eine Hochzeitskarte. Für Ja-Sager.

Und hier kommt sie:








Sonntag, 25. Juni 2017

Das Meer


Meer
(Substantiv, das)
Definition:
"sich weithin ausdehnende, das Festland
umgebende Wassermasse, die einen großen
Teil der Erdoberfläche bedeckt"

"die zusammenhängende Wassermasse
unseres Planeten"


Soweit zur allgemeinen Definition des Wortes "Meer". Doch diese Definition beschreibt nicht annähernd die Faszination, die Anziehungskraft, die Begeisterung, das Glücksgefühl, den Rausch und die Ehrfurcht, die diese "Wassermasse" in mir auslösen kann. 
Wenn ich am Ufer stehe, die Wellen seicht meine Füße umspielen und der Sand langsam unter meinen Füßen zusammen mit der Welle zurück ins Meer gespült wird, dann kann ich durchatmen. Ab und zu fliegt eine Möwe vorbei, ein Boot kreuzt vor der Küste hin und her und der Horizont ist weit, man weiß nie so ganz genau, wo das Wasser aufhört und der Himmel anfängt.


Das Meer kann auch negative Gefühle auslösen, zum Beispiel wenn es sehr aufgewühlt ist (ich fühlte mit ca 18 Jahren mein Ende nahen, als ich auf einem kleinen Ausflugsboot in einen Sturm geriet - zum Glück kam es anders!), die Naturgewalt des Meeres kann durchaus auch angst- oder zumindest respekteinflößend sein - von den Gefahren, die es für so viele Menschen birgt möchte ich gar nicht reden.

Für mich persönlich war das Meer zum Glück schon seit Kindertagen immer schon etwas schönes, etwas, das meine Seele zur Ruhe bringt und mich erdet. 

Das Fernweh piekst mich im Moment, vier Wochen vor dem großen Roadtrip des Jahres, ganz fürchterlich. Als ich dann auf dem Reiseblog "we2ontour" das Thema der laufenden Foto-Challenge für den Monat Juni sah, habe ich mich sehr gefreut und gleich meine Datenbank nach passenden Bildern durchforstet. Das Thema lautet "Am Meer". Wenn das mal kein Fernweh weckt!

Ein bis zwei Bilder kann man einreichen, ich habe auch schon öfter dieses Jahr dort mitgemacht. Rund um das Thema "Am Meer" habe ich jedoch so viele schöne Bilder gefunden, das ich finde, sie sind einen eigenen Post wert. 

Und deshalb kommen nun meine schönsten Bilder rund um das Meer:



deutsche Ostseeküste, bei Schönhagen


Teneriffa, im Norden


deutsche Nordseeküste, irgendwo bei Norddeich


"Strandgut" in Nordholland



Sizilien, Strand bei Scoglitti



Pilsumer Leuchtturm
wir waren sogar oben drin, eine Exclusiv-Führung



Ein Regenbogen, der bis ins Meer reicht.
Ist dass nicht traumhaft schön?

Cadaqués an der Costa Brava, Spanien



Sonnenaufgang an der Ostsee


Der Leuchtturm in Maspalomas, Gran Canaria














"Strandgut" in Nordholland Nr. 2

im Hafen von Västervik, Schweden
von hier fahren die Ausflugsboote in die Schären los



Greetsieler Hafen
Was für ein hübsches Städtchen! Wir waren sehr begeistert

Drachenfest auf FanØ,  Dänemark


Idylle auf Sizilien


die Dicke Berta in Altenbruch bei
Cuxhaven bei Sonnenaufgang

in den Schären vor Västervik, Schweden

Türkei, bei Alanya
und ja, ich habe das tatsächlich genauso fotografiert, das
blau ist nicht im Nachhinein bearbeitet.



"Strandgut" in Nordholland Nummer 3



der Hafen von Scoglitti auf Sizilien im Nachtlicht
Ach - diese wundervollen lauen Septembernächte im Süden...
Wie liebe ich sie. Und wie sehr vermisse ich sie!


die Dünen von Maspalomas, Gran Canaria
mein absolutes Lieblingsbild! Die beiden Fernweh-Futter-Kinder haben
ewig in den Dünen gespielt und sind rauf und runter gerannt.
Wildpferde sind sie gewesen, haben sie später erzählt...
Dieses Bild bringt mir sofort den Geruch der Abenddämmerung im Oktober
zurück, dieses wunderbaren Gefühl der leichten Kühle auf der Haut nach
35°C am Tag, das Gefühl von Sommer Ende Oktober. Hach...


Der Leuchtturm Jan van Speijk in Egmond aan Zee,
Nordholland im Herbst


in Kroatien bei Savudrija. Die Boote werden dort allesamt in die Luft
gehängt. Sieht sehr hübsch aus!

traumhafte Wasserfarben auf Menorca



Und hier nun meine drei absoluten favorites. Ich kann mich einfach nicht für nur ein einziges Bild entscheiden, tut mir Leid.


die deutsche Ostsee im Morgenlicht. Wunderschön, wie die Möwen einen
Bogen um die Sonne fliegen.


die schwedische Ostsee bei Kalmar. Man sieht einen Teil des
Wasserschlosses. Direkt neben dem runden Turm haben wir
unser Mittags-Picknick ausgepackt und mit der wehrhaften
Mauer im Rücken und der Ostsee zu Füßen gar fürstlich gespeist.


die Küste in Nordholland
wo geht er hin, der Surfer? Wo kommt er her?

So, nun habt ihr bestimmt auch eure Portion Fernweh abbekommen, hoffe ich.
Wo geht es für euch als nächstes hin? Und was ist für euch die schönste Küste?

Samstag, 17. Juni 2017

Auf Astrid Lindgrens Spuren


Wenn man an Schweden im Allgemeinen und an Småland im Speziellen denkt, hat man automatisch das Bild der Bilderbuch-Idylle von Astrid-Lindgrens Geschichten im Kopf. Zumindest mir geht das so. Schon als Kind habe ich unheimlich gerne Astrid Lindgrens Geschichten gelesen, Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Bullerbü – das sind die Erzählungen meiner Kindheit. Und so war klar: wenn wir tatsächlich nach Schweden reisen, dann muss es in der Nähe meiner Kindheits-Helden sein. Einmal die Orte mit eigenen Augen sehen, einmal selbst in der Idylle stehen. Das schwebte mir vor, als ich mich für Schweden als Sommerreiseziel einsetzte. Tatsächlich war unsere Basisstation dann nur etwa 40 km entfernt von Vimmerby, was für schwedische Verhältnisse direkt um die Ecke ist. Die Orte, die so lebendig vor meinem geistigen Auge standen, waren zum greifen nahe. 

Ein Briefkasten in Vimmerby


In Småland erwarten einen auf allen Wegen die Spuren der großen Schriftstellerin, der Frau mit einem riesigen Herzen für Kinder. Wenn man Zitate von ihr liest, weiß man, was das auch heute noch für eine Gültigkeit hat – oder zumindest haben sollte. Die Werte, die für Astrid Lindgren die Kindheit ausmachten, finde ich auch heute noch richtig gut und wichtig. Wenn ein Kind sich frei ausprobieren kann, viel in der Natur ist und nicht den ganzen Tag gesagt bekommt, was es darf und was nicht, sondern sich einfach ausprobieren kann. Dann kann es gut zu einer starken, stabilen und zufriedenen Person heranwachsen, die etwas mit sich anzufangen weiß.



Vimmerby

Astrid Lindgren hat ihre ganze Kindheit in Vimmerby verbracht und diese Stadt war auch unsere erste Anlaufstelle.

Es hat mich tief berührt, vor dem Geburtshaus „Näs“ zu stehen. Da zu sein, wo für Astrid Lindgren die Geschichte, ihre persönliche Geschichte, begann. Wo sie so leben durfte, dass ihr später all die wunderbaren Geschichten einfielen, die ich schon als Kind geliebt habe und die ich nun mit meinen Kindern wieder erleben darf. Es ist „nur“ ein rotes Haus wie viele andere in Schweden. Und doch ein Haus, in dem für mich so viel drin steckt (und für viele andere Astrid Lindgren-Fans auch). 

Astrid Lindgrens Geburtshaus. Es beeindruckt mich sehr, davor zu stehen.


Wir haben es gar nicht von innen gesehen, das brauchte es gar nicht. Allein das Wissen, dass die kleine Astrid hier herum geflitzt ist, rund um das Haus die schönsten Abenteuer erlebt hat und eine tolle Kindheit verbracht hat, reichten mir vollkommen aus. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es trotzdem möglich ist, das Haus im Rahmen einer Führung (in verschiedenen Sprachen) zu besichtigen. Außerdem gibt es ein großes Besucherzentrum und verschiedene Gärten rund um Näs. Für deren Eintritt waren wir jedoch zu geizig. Die Bilder, die wir davon gesehen haben, sahen aber sehr hübsch aus. Den Limonadenbaum von Pippi Langstrumpf kann man übrigens auch gut über den Zaun ansehen.

Der Limonadenbaum bei Näs

Kostenfrei zu besuchen ist allerdings der zum Besucherzentrum gehörige Souvenirshop, in dem es alles rund um die Figuren aus Astrid Lindgrens Büchern gibt. Die Bücher selbst gibt es auch und zwar in allen möglichen Sprachen – natürlich auch in deutsch.

Auch in Vimmerby, der „kleinen, kleinen Stadt“, findet man allerorten Spuren der großen Schriftstellerin. Da steht das „Stadthotel“ aus Madita, da gibt es die Gassen, in denen Kalle Blomquist seine Abenteuer erlebte und die recht verrufen waren, als Astrid Lindgren klein war. Unsere Große geht besonders aufmerksam durch die kleinen Sträßchen, sie hat kurz vorher das erste Mal Kalle Blomquist gelesen und findet das natürlich besonders spannend. Wir finden auch genau dort einen ganz kleinen Platz mit zwei Bänken, die wir zum picknicken nutzten, direkt in Kalle Blomquists Revier.

Kalle Blomquists Revier
Kalle Blomquists Revier

Besonders schön ist die Astrid Lindgren-Statue auf dem Stora torget, dem Marktplatz in Vimmerby. Astrid Lindgren sitzt auf einem Stuhl, vor ihr auf dem Tisch die Schreibmaschine. Ihr gegenüber ist ein freier Stuhl – wer mag, ist eingeladen, sich zu ihr zu setzen. Im Winter ist der Stuhl sogar beheizt. Wer mag, kann natürlich auch der Schriftstellerin über die Schulter gucken, ihr liebevoll den Kopf tätscheln oder ein wenig auf der Schreibmaschine tippen, um ihre Geschichte ein wenig durcheinander zu wirbeln. Sie wird nicht böse darüber sein – zumindest hat sie all die liebevollen Neckereien unserer Kinder schmunzelnd hingenommen.

die Astrid-Lindgren-Statue auf dem Marktplatz
schmunzelnd nimmt sie die Tippversuche unserer
Kinder hin...


 
Von Herzen DANKE für die
vielen wundervollen Geschichten.


Vom Geburtshaus Näs bis in das Zentrum läuft es sich übrigens ganz bequem in wenigen Minuten, das Auto haben wir einfach auf dem kostenfreien Parkplatz bei Näs stehen gelassen.


Bullerbü

Ganz große Helden meiner Kindheit waren die Kinder von Bullerbü. Klar, dass ich auch gerne die kleinen Häuser sehen wollte, die Pate für die Bullerbü-Idee standen. „Sevedstorp“ heißt Bullerbü im wahren Leben. Das winzige Dörfchen, in dem Astrid Lindgrens Vater aufgewachsen ist, ist aber am Parkplatz auch als „Bullerbyn“ ausgewiesen. Der Parkplatz befindet sich 2-3 Gehminuten entfernt. Mangels Alternativen sollte man diesen auch tatsächlich nutzen, kostet 40 SEK pro PKW und Tag (ungefähr 4,10 Euro). Genauso haben wir es auch gemacht. Bei den Häusern angekommen, schaute ich mich suchend um. Wo waren denn nun der berühmte Nord-, Mittel- und Südhof? Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen – diese kleinen Häuser WAREN GENAU die gesuchten Häuser!!! Ich hatte sie mir irgendwie größer vorgestellt…

da sind sie: Nord-, Mittel- und Südhof in Bullerbü




Die Häuser, die den ganzen Rummel auslösen, weil die ganze Geschichte der 7 Kinder aus Bullerbü sich dort abspielt (bis auf wenige Sequenzen), sind nach wie vor bewohnt, eins davon kann man wohl als Ferienhaus nutzen. Das wäre bei den vielen Touristen, die tagtäglich am Gartenzaun stehen und bewundernd das Haus anstarren, allerdings keine Option für mich. Hinein kann man in keins der drei Häuser. Was man jedoch machen kann: in den Limonadenbaum klettern, der auch hier steht, vom Heuboden springen und im duftenden Heu landen, schaukeln, in die Scheune gehen und auf dem „Loppis“ (Flohmarkt) stöbern, im Souvenirladen bummeln, im Café Kuchen, Eis oder Waffeln essen und draußen mit Blick auf die Häuser picknicken. Da haben wir auch gemacht und dabei dem Pferd zugesehen, das den Planwagen rund um Bullerbü zieht. Friedlich ist Bullerbü auch heute noch, trotz der vielen Touristen.

schaukeln in Bullerbüs Idylle

der Limonadenbaum zum hinein klettern
Ich habe mein Kinderbuch den ganzen Weg mitgeschleppt und
zum Mittags-Picknick lese ich ein wenig daraus vor.
Die Zeit steht still in Bullerbü

Die Holzkirche von Pelarne

Ganz in der Nähe befindet sich die wunderschöne Holzkirche von Pelarne, die durchaus einen Abstecher lohnt. Es ist die älteste noch erhaltene (und nach wie vor genutzte) Holzkirche Schwedens, vermutlich gehen ihre Ursprünge bis ins 13. Jhd. zurück, genau geklärt ist das jedoch nicht. Kiefern- und Eichenholz bedecken das Äußere der Kirche. Es gibt dort auch einen kleinen Picknickplatz (beim Parkplatz unmittelbar direkt vor der Kirche). Bei unserem Besuch war die Kirche leider abgeschlossen, sodass wir sie nur bewundernd einmal umrundeten.

Die Holzkirche von Pelarne. Besonders der freistehende
Glockenturm gefällt uns richtig gut.



Abstecher nach Mariannelund

Nicht weit entfernt ist der Ort Mariannelund, der eigentlich nur deshalb so bekannt ist, weil Michel von Lönneberga einmal seine Schwester Ida am Fahnenmast hochzieht und sie dann fragt: „Kannst du Mariannelund sehen?“. In Mariannelund gibt es eine Karamellkokeri, eine winzige Bonbonfabrik, durch deren Fenster man die Herstellung der süßen Leckereien verfolgen kann. Und kaufen kann man all die guten Bonbons und Zuckerstangen natürlich auch! Wir haben etwas länger nach der Karamellkokeri gesucht und uns dann mit den Sorten „Zitrone“, „grüner Apfel“ und „Regenbogen“ eingedeckt. Super lecker!

Karamellkokerie in Mariannelund
Welche Sorte darf es denn sein? Die Wahl fällt schwer...

ein Tipp zum Schluss:

Wer auf Astrid Lindgrens Spuren wandeln will, dem sei der Reiseführer von Verlag Reise Know-How „Astrid Lindgrens Schweden“ (neu in etwa 15 €) empfohlen. Dieser Reiseführer war genau das, was wir brauchten. Wir haben uns viel an die Tipps aus diesem Buch gehalten.