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Dienstag, 19. Januar 2016

Januar Reise nach Homburg, Saar und Saarbrücken



Hallo Ihr Lieben!

Endlich ist mein Bericht über unseren Kurztripp fertig! Denn unser Jahr fing perfekt an - gleich am 2.1.2016 sind wir für 3 Tage verreist. Wenn man am ersten Tag des Jahres Koffer packt, zaubert das ein fettes Grinsen auf's Gesicht - zumindest auf meins!!

Homburg an der Saar war das Ziel unserer Januar-Reise. Für ein Wochenende, nämlich das erste Wochenende in diesem Jahr, sind wir ins Saarland gereist. Auf die tolle Jugendherberge in Homburg haben wir uns schon länger gefreut, denn sie sieht richtig toll aus. Wir fühlten uns auch mehr wie in einem 5-Sterne-Hotel auf Mallorca, als wir in der tollen Halle standen.

Das Atrium der Jugendherberge Homburg

Der Speisesaal liegt rechts und links des Atriums

Da sie erst 2004 gebaut wurde, ist sie wirklich sehr modern eingerichtet. Das Urlaubsfeeling war sofort da und wir haben es uns gleich im Bistro gemütlich gemacht. Schon vor der eigentlichen Bezugszeit konnten wir in unser schönes Zimmer, das ist mir immer am liebsten. Erst wenn die Koffer im Zimmer stehen, bin ich wirklich da. Und dann kann es meinetwegen auch schon gleich wieder los gehen – die Gegend erkunden!

Genau das haben wir auch gemacht, obwohl das Wetter eigentlich nicht so einladend war, es war sehr nebelig und hat geregnet. Doch das macht nichts, wir sind da (zumindest meistens) nicht so empfindlich. Wir sind ein bisschen in die Stadt hinein und dann immer den Berg hinauf gelaufen. 

Denn wir wollten zur Festung Hohenburg hoch. Leider sind im Januar die Schlossberghöhlen geschlossen. Schade! Wir hätten gerne Europas größte Buntsandsteinhöhlen besucht. Aber so weit ist es von uns ja nicht – wir fahren einfach ein anderes Mal noch einmal hin! Jedenfalls sind wir an der geschlossenen Höhle vorbei bis ganz auf den 325 Meter hohen Schlossberg hinauf gestiegen und haben uns die schöne Burgruine der im 12. Jahrhundert gebauten Festung Hohenburg angeschaut, die einstmals Sitz der Grafen von Homburg war. 

Ein Teil der Burgruine
 
In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde sie von den Grafen von Nassau-Saarbrücken in ein Renaissanceschloss umgebaut um dann schließlich zur Festung zu werden. Jedoch wurden sie 1714 geschleift und diente als Steinbruch für ein anderes Schloss. Die Festung verfiel zusehends und wucherte im Laufe der Jahrhunderte zu. Ab 1981 wurde sie wieder freigelegt und kann nun jederzeit besucht werden, sie ist frei zugänglich. 



Im Sommer stelle ich mir das total schön vor, es gibt überall ganz schöne Plätze für ein Picknick. Und das wäre für uns Picknick-Freaks ja genau das richtige! Also, es spricht viel dafür, dass wir noch mal wieder kommen…

Unseren zweiten Tag haben wir in Saarbrücken verbracht. Nur knapp 40 km von der Jugendherberge Homburg entfernt war das Ziel schnell erreicht. So haben wir uns morgens noch viel Zeit gelassen, haben ganz in Ruhe gefrühstückt und im Atrium der Jugendherberge erst noch einige Spiele gespielt. Wir hätten gar nicht so viele Spiele mitnehmen müssen, denn dort gibt es ganz viele tolle Spiele kostenlos zum ausleihen. Um die Mittagszeit sind wir aufgebrochen, haben unterwegs ein paar Laugenbrötchen geknabbert und sind dann erst mal zum Schloss Saarbrücken gefahren. 

Das Schloss am Abend
Dort gibt es viele gute Parkplätze rundum das Schloss, das war auch überhaupt kein Problem. Zumindest im Januar und sonntags nicht… Das mag an anderen Tagen und im Sommer sicher anders aussehen. Bevor wir jedoch das Historische Museum im Schloss besichtigten, haben wir erst noch eine kleine Tour durch Saarbrücken gemacht. Ehrlich gesagt hat uns die Stadt nicht ganz so gut gefallen. Es gibt wirklich schöne Ecken und ganz charmante Gebäude, das muss fairerweise gesagt werden. Doch wenn man so vom Schloss aus auf das Stadtbild hinunter schaut sieht es nicht so schön aus. Vielleicht lag es auch am trüben Januarwetter, das mag sein. Wir haben uns auf Rat der Dame in der Tourist-Info (praktischerweise im Schloss) erstens einen Stadtplan mitgenommen und zweitens an die Architektur des barocken Stadtplaners und Baumeisters Friedrich Joachim Stengel (1694-1787) gehalten. Er hat eigentlich alle hübschen und bedeutenden Bauwerke in Saarbrücken gebaut, wir hatten also schon was zum anschauen. Angefangen vom Schloss (darauf gehe ich später noch mal ein) über die Friedenskirche (die von außen jetzt nicht soooo schön ist) bis zur tollen Ludwigskirche mit wunderschönen Gebäuden rundum, die für die Berater der Schlossherren gebaut wurden. Leider hatten alle Kirchen geschlossen. Schade. 

Die Ludwigskirche

Wir sind dann noch weiter zur Stadtmitte gelaufen und haben dieses absolut tolle Bauwerk entdeckt. Das Rathaus St. Johann. 

Das ist ausnahmsweise nicht von Stengel erbaut worden. Der 54 Meter hohe Turm ist schon imposant!  Wir sind einmal drum herum gelaufen und haben einen gefährlichen Drachen entdeckt, der gerade am Rathaus hinauf klettern wollte. Gut, dass er gleich dabei entdeckt wurde…

Der Drache am Rathaus

Das Highlight des Tages zog uns wieder hinauf zum Schloss. Das Schloss beherbergt das „Historische Museum Saar“, das auf anschauliche Weise die Saargeschichte seit 1870 zeigt. Ich liebe Museen, wenn sie gut gemacht sind – und das ist es. Wir haben uns viel angesehen und einiges dazu gelernt. Es gab eine Abteilung mit Plakaten aus den 1920er Jahren, eine mit Möbeln aus den 1950ern, in der ich mir vorkam, als hätte ich das Zimmer meiner Oma geöffnet. Genau solche Blumenhocker hatte sie auch. Die Tischchen und den Zeitungsständer kannte ich auch noch. Herrlich! 

Ein Plakat im Historischen Museum

Es gibt große Glasvitrinen, die jeweils ein Thema behandeln. In der nächsten Vitrine gibt es gleich ein ganz anderes Thema und eine andere Zeit zu sehen. So blieb es sehr interessant, auch für die Kinder. Ein bisschen mussten wir allerdings auf die Uhr schauen, denn um 16.15 Uhr gibt es sonntags eine Ritterführung für die ganze Familie mit Graf Johann und seiner Frau. Das war etwas nach unserem Geschmack! Die Führung, die Graf und Gräfin natürlich in stilechter Kleidung machen, führt in die Kasematten. Die liegen genau unter dem Schlosshof und zeigen einen Teil des alten Schlosses, das vorher an dieser Stelle stand. Teile dieser mittelalterlichen Burg befinden sich 14 Meter unter dem heutigen Schloss und zeigen Wehranlage, Schießkammer und die Kasematten aus dem 16. Jahrhundert. Das ist schon echt beeindruckend! 

Die Kasematten unter dem Schloss

Oh, wir haben einen Ritter in der Familie!

Übrigens sind die Kasematten natürlich auch ohne Führung zu besichtigen und über die roten Buzzer, die überall angebracht sind, kann man sich auch einen Teil der Geschichte erzählen lassen. So ein Spaziergang durch den Burggraben unter Tage hat man nicht alle Tage, das ist schon was Besonderes! Die Kinder dürfen dann auch versuchen, ein Kanonenrohr anzuheben, ein Schwert zu halten und Kettenhemd und –handschuhe halten und anprobieren.

Und die Preise können sich wirklich sehen lassen! 5 € für Erwachsene, Kinder ab Schulalter 3 €, Kinder im Vorschulalter sind frei. Die Familienkarte ist für 9 € zu haben. Für die Ritterführung kommen noch mal je 2 € für Erwachsene und 1 € für Schüler dazu. Und wer die Möglichkeit hat: donnerstags von 17-20 Uhr ist der Eintritt frei, dann aber leider ohne Ritterführung. Montag bis Mittwoch und Freitag ist von 10-18 Uhr geöffnet, donnerstags von 10-20 Uhr und samstags von 12-18 Uhr. Wenn ihr Museen mögt – geht hin, uns hat es sehr gut gefallen!

Abends sieht Saarbrücken doch ganz nett aus!
Und wenn ihr noch mehr Bilder der Jugendherberge sehen wollt, könnt ihr auch bei Herrn Bohne vorbei schauen, denn die Sina war auch schon mal dort! Sie hat uns ja erst auf diese tolle Jugendherberge gebracht...

Den Tag der Heimreise haben wir noch mit einem ganz besonderen Highlight versüßt, dazu gibt es in Kürze einen eigenen Post.

Bis bald! Eure Nina

Kommentare:

Herr Bohne vom Land hat gesagt…

WUNDERVOLL !!! Vielen lieben Dank für die Verlinkung. Ihr hattet ja eine tolle Zeit. Saarbrücken? Das hatten wir gar nicht auf dem Plan. Wir waren im Städtchen Homburg selbst, aber ein Ausflug nach Saarbrücken scheint auf jeden Fall Sinn zu machen. Danke für die tollen Eindrücke - eine Ritterführung wollte ich auch schon immer einmal machen. Herzliche Grüße. Sina

Nina hat gesagt…

Liebe Sina, danke für deine lieben Worte! Und wenn du die Bilder und den Bericht gut findest, komm am Freitag Abend noch mal vorbei - da gibt es Teil 2 des Kurztripps. Bin schon gespannt, was du dazu sagst... Liebe Grüße, Nina

Herr Bohne vom Land hat gesagt…

Das mach ich - fest versprochen !!!