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Sonntag, 19. Juni 2016

Abenteuer: Zelten.

Hallo Ihr Lieben!

Schon das Wort "zelten" riecht irgendwie ein bisschen nach Abenteuer, findet ihr nicht?

"Zelten" - das klingt nach viel Natur, nach Sommer, Sonne und guter Laune.

"Zelten" - das klingt auch nach Freiheit.

Als ich Kind war, waren wir jeden Sommer campen. Meine Eltern und meine kleine Schwester schliefen im Wohnwagen und ich im Zelt. Erst in einem Innenteil eines großen Hauszeltes im Vorzelt des Wohnwagens und als ich ein bisschen größer war, da durfte ich ein eigenes Iglu-Zelt für mich ganz alleine auf der Wiese vor dem Wohnwagen haben. Das war Abenteuer. Das war Freiheit. Viele, viele Bücher und stundenlang im Zelt liegen und lesen - wow, das war spitze. 
(Wobei meine Eltern immer bald verrückt wurden, wenn ich so lange einfach da lag und die Nase im Buch hatte "das arme Kind!")

Ja, und als ich dann erwachsen wurde, bin ich irgenwie leider auch dem Zelt entwachsen. Doch vergessen habe ich das Gefühl nie. 

Und die Geräusche. Das Geräusch von leichtem Regen auf der Zeltwand. Das Geräusch eines Reißverschlusses, der sich öffnet oder schließt. 

Oder auch die Gerüche. Der Geruch von über Nacht klamm gewordenen Klamotten. Der Geruch nach lauer Sommernacht.

Als es neulich bei einem namhaften Discounter ein Zelt und Zubehör gab, haben wir nicht lange gefackelt. Das Zelt war unser, außerdem haben wir noch ein paar Isomatten gekauft, die sich selbst aufpusten. Wir haben das Zelt am Wochenende drauf ausprobiert, bei uns im Garten. 


Und sofort war alles wieder da. Die Geräusche - der Reißverschluss und sogar der Regen hat sich gleich beim ersten Mal blicken lassen, die ganze Nacht hat es wunderbar auf unser Zelt geregnet. Die Kinder waren total aufgeregt - die erste Nacht im Zelt! Ich war so froh, dass ich ihnen das nun auch einmal zeigen kann, ein Stück meiner Kindheit. 

Freunde von uns haben einen Wohnwagen, noch nicht lange und sie sind dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Naja, jedenfalls haben wir schon öfter ein Wochenende zusammen verbracht und dachten uns, dass es doch total witzig wäre, gemeinsam zu campen. Da unsere Freunde ticken wie wir haben wir nicht lange gefackelt und waren letztes Wochenende gemeinsam zelten. Einen Campingplatz gute 50 km von uns entfernt hatten wir uns ausgekuckt. Mit einem See direkt am Zeltplatz und einer wunderbaren Zeltwiese. 


Unser Zelt. Klein aber kuschelig!


Der Stausee in der Abenddämmerung


Steine werfen!


Wir haben uns Freitag Abend getroffen und alles aufgebaut. Dann haben wir auch gleich gekocht und an einer langen Tafel (da 8 Personen) gegessen. Unter freiem Himmel, zwischen Zelt und Wohnwagen. Das war auch noch mal ein richtiges Highlight für mich. Denn die Teller, von denen wir gegessen haben, waren die Original-Teller meiner Kindheit. Da meine Eltern (genau wie ich) nix wegwerfen können, sind die Teller noch da!!! Ich hab' mich so gefreut, als ich das gehört habe und sie gleich mitgenommen. Es war ein Festessen, das kann ich euch sagen!!!



Die Kinder sind freiwillig mit abspülen gegangen. Und auch das war wie früher: Geschirr einpacken und ab zum Waschhaus. Wunderbar! Die Kids fanden es toll, zum Zähneputzen und duschen zum Waschhaus zu gehen. Und noch viel toller fanden sie es, den ganzen Tag in der Natur herumzuspringen. Das ist die Freiheit, die ich meinte - genauso habe ich das als Kind auch empfunden. Und es freute mein Herz so sehr, zu sehen, wie meine Kinder diese Freiheit nun auch spüren können. 

Langweilig war ihnen nicht eine Sekunde, es gab zu viel zu tun. Es wurde Frisbee gespielt oder Fußball, es wurden Witzbücher geschmökert und tolle Sachen geschnitzt. 


viel Platz für unsere wilden Hummeln und die Frisbee


Ein Brett gesehen - ein Boot gebaut!

Das erste Mal lagen wir dann zu viert in unserem Zelt. Mein Mann ist kein Freund vom zelten, doch für uns hat er sich überwunden. Und es hat ihm tatsächlich gefallen! Wir lagen zwar wie Fisch in der Dose eng an eng in unserem süßen Zelt, aber es war total gemütlich und kuschelig. 

Der Samstag war wider Erwarten total heiß und so konnten die Kids sogar im See baden! Das war klasse, denn so konnten die neu geschnitzten Boote gleich auf Jungfernfahrt gehen. Und das taten sie auch sehr ausdauernd...


Juhu! Es schwimmt!



Später am Tag sind wir ins Dorf hinunter gelaufen und haben einem Springturnier zugesehen. Da 3 der 4 Kinder Mädels waren, kamen die Pferde natürlich richtig gut an bei unserem Nachwuchs, das könnt ihr euch sicher vorstellen. 


Und HOPP!
Ein schattiges Plätzchen unter dem Baum - perfekt zum zuschauen


Besonders cool war aber die Halterung für die Toilettenrolle im Klo, schaut mal hier, ist das nicht klasse?



Ja, so haben wir ein wunderbares erstes Zeltwochenende verbracht und wir alle sind uns sicher: Das war nicht das Letzte!!
Es war klasse, für die Kinder wie für uns. Besonders, wenn man dann noch mit lieben Freunden zusammen ist. Wir planen schon die nächsten Camping-Wochenenden...

Und ihr? Was haltet ihr vom zelten? Oder vom Wohnwagen? Kennt ihr das auch von früher? Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben? Schreibt mir doch mal einen Kommentar, wie das bei euch so ist!

Bis bald, und: bleibt reisend!!

Eure Nina

Kommentare:

Herr Bohne vom Land hat gesagt…

Toller, toller, toller Bericht <3 Die Teller sind mein Highlight und auch da gibt es wieder eine Gemeinsamkeit, denn auch wieder haben solche Retroschätze, hier wird auch fast nichts entsorgt :) Zelten waren wir allerdings noch nie, auch nicht in meinen Kindertagen, ich fürchte, Zelten heißt für mich nämlich in erster Linie: Heuschnupfen!!! Aber ich stelle es mir wunderschön vor. Sina

Nina hat gesagt…

Ich danke dir, meine Liebe! Und weißt du was? Ich bringe die Teller zu unserem noch ausstehenden Picknick einfach mit, was meinst du? Schade, dass dir deine Gesundheit da einen Strich durch die Rechnung macht - aber es gibt auch tausend andere feine Dinge zu tun außer zelten...